Das Jahr 2022 im Garten

Zimmer / Haus

Licht ist ein Wachstumsfaktor der wichtig ist für gesunde Pflanzen. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind Ihre Zimmerpflanzen -besonders in schattigen Ecken- für Zusatzlicht dankbar! Gut geeignet sind für Pflanzenbeleuchtung stromsparende LED- Pflanzenlampen. Achten Sie neben Effizienz auch auf eine für Pflanzen abgestimmte Wellenlänge des Lichtes. So werden Photosynthese und Chlorophylbildung stimuliert und Ihre grünen Lieblinge entwickeln sich kräftiger und bleiben vital. Wer seine Kübelpflanzen selbst überwintert sollte diese öfter kontrollieren und trockene oder schädlingsbefallene Blätter entfernen. Stellt sich Schild- oder Wollausbefall ein, sollten diese Pflanzen isoliert und mit Mitteln auf Rapsöl-, Orangenöl- oder Neemölbasis behandelt werden. Wenn an der Stelle des entsorgten Weihnachtsbaumes ein grünes „Higlight“ fehlt findet sich vielleicht in der Gattung Ficus (Gummibaum oder Zimmerfeige) ein geeignetter Ersatz: Neben dem bekannten Ficus benjamina, der auf Pflegefehler gerne mit Blattfall reagiert, sind mit Ficus elastica „Belize“(buntblättrig), Ficus lyrata oder Ficus cyatistipula sehr schöne Alternativen erhältlich, die auch Pflegefehler wegstecken und verzeihen!

Gemüsegarten

Wenn im Gemüsegarten in der vergangenen Saison trotz guter Bedingungen, der Ernterfolg eher unbefriedigend war, fehlen vielleicht wichtige Nährstoffe? Der Januar ist eine gute Zeit für eine Bodenprobe! Mit dem Ergebnis kann dann eine zielführende Düngung für die nächste Saison geplant werden! Wer sich Wurzelgemüse wie Topinambur, Pastinake oder Meerrettich im Gemüsebeet „hält“ kann auch im Winter bis ins Frühjahr, bei offenem Boden ernten und daraus schmackhafte, vitamin- und mineralstoffreiche gesunde Eintöpfe oder Suppen zubereiten. Achtung: Meerrettich ist im Wuchs invasiv und sollte mit einer Wurzelsperre gepflanzt werden! Wer im Januar noch Unkräuter auf den Beeten hat, sollte diese bei offenem Boden entfernen, da die unerwünschten Gäste sonst im zeitigen Frühjahr blühen und Samen streuen!

Ziergarten

Liegt Rauhreif auf den Rasenflächen sollten diese nicht betreten werden, da die steifgefrorenen Halme unter unseren Füßen wie Glas brechen. So entstandene Trittspuren bleiben -da die Gräser im Winter diese Stellen nicht überwachsen können- über Wochen sichtbar! Wird Schnee aus Hofeinfahrt und Wegen auf Rasenflächen geschaufelt können diese bei großen Mengen und langer Liegezeit ebenfalls Schaden durch Ersticken und Pilzkrankheiten nehmen. Die ersten Blüten von Winterschneeball, Zaubernuss und Winterjasmin erfreuen unsere Sinne, Hagebutten von Wild- oder ungefüllten Gartenrosen erfreuen jedoch auch hungrige Vogelmägen. Bis zu 27 Arten wie z.B. der Grünfink nehmen da gerne den Schnabel voll! Wer für den Garten Küchenschelle, Schlüsselblume, Lungenkraut, Veilchen und Eisenhut aussäen möchte, kann sich jetzt die Jahreszeit zunutze machen, denn diese sind Frostkeimer. Nach der Aussaat werden die Gefäße 1 Woche zum Quellen im Haus aufgestellt, danach kommen diese in den Frühbeetkasten, nach 6 bis 8 Wochen um den Gefrierpunkt sind die Samen dann keimbereit und dürfen wieder ins Haus.

Obstgarten

Oft sind die Früchte von alten Apfel oder Pflaumenbäumen von Apfel oder Pflaumenwicklern befallen. Die Larven der Wickler überdauern unter losen Rindenschuppen direkt am Baum oder Holzzäunen in der Nähe des Stammes. Neben den bekannten Leimringen, die im Herbst angebracht, den Aufstieg der Schädlinge erschweren sollen, lassen sich diese Schädlinge auch mit nützlichen Nematoden (erhältlich z.B. über Sautter & Stepper online) bekämpfen, welche in einer Lösung direkt auf den Stamm, dicke Äste und Holzteile (Zaun etc.) unter dem Baum gespritzt werden. Hauptzeitraum ist von August bis Oktober, jedoch ist eine Bekämpfung in Warmphasen (Temperatur 10- 12 Grad) ebenfalls sehr effektiv. Gerade die letzten Winter hatten immer ausreichend lange Warmphasen um eine erfolgreiche Bekämpfung zu starten. Erdbeeren können bei starken Kahlfrösten in Mitleidenschaft gezogen werden, da Ihre Blütenanlagen erfrieren. Eine Schicht Mulch aus Herbstlaub oder Rasenschnitt zwischen den Reihen bricht den Wind und schützt Blätter und Blütenanlagen, zusätzlich kann auch noch eine Abdeckung mit Kulturvlies sehr hilfreich sein, Schäden zu vermeiden!

 

Kontakt | Impressum | Datenschutz

Alle Inhalte und Bilder unterliegen dem Copyright der Firma Eppenich & Voß Gartenbau
und sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung außerhalb dieser Webseite nutzbar.